Einfach besser: Bio Kaffee

Als der Italiener Angelo Moriondo im Jahre 1884 ein Patent auf die erste Espressomaschine beantragte, war die Welt noch in Ordnung: Kaffee wurde in fernen, exotischen Ländern angebaut und galt als Getränk der aufgeklärten Elite. Von Pestiziden, Erntemaschinen und Monokulturen hatten diese mondänen Kaffeetrinker noch nie gehört. Beim Bio Kaffee ist vieles noch wie damals.

In der industriellen Landwirtschaft ­– und damit auch im Kaffeeanbau – kommt heute eine Vielzahl technischer Hilfsmittel zum Einsatz. Darunter sind auch Chemikalien, die bei uns längst verboten sind. Beim biologischen Anbau hingegen gilt: Kaffee muss im Einklang mit der Natur produziert und frei von Schadstoffen sein. Das beginnt bereits beim Anbau der Kaffeepflanzen. Bio-Kaffee wächst in Mischkulturen, meist zusammen mit Avocado-, Bananen- oder Ananaspflanzen. Die Pflanzen schützen sich in solchen Plantagen gegenseitig vor Schädlingen und Krankheiten, wodurch sich der Einsatz von Chemikalien erübrigt. Schattenbäume reduzieren die Verdunstung, sparen Wasser und beugen der Bodenerosion vor. Weil Kaffeesträucher keine direkte Sonne mögen, waren Schattenbäume zu Moriondos Zeiten übrigens noch unverzichtbar. Erst mit dem Aufkommen moderner Erntemaschinen verschwanden sie – weil die Bäume im Weg standen. Stattdessen entwickelte die Industrie Sorten, die auch ohne Schatten hohe Erträge abwarfen.

Bio-Kaffee wird nur manuell gepflückt

Beim biologischen Kaffeeanbau ist hingegen auch heute noch viel Handarbeit gefragt: Die Kaffeekirschen werden von Hand gepflückt und sortiert. Diese arbeitsintensive Methode nennt man „Picking“. Nur so ist gewährleistet, dass ausschliesslich reife und gesunde Früchte verarbeitet werden. Ein Kaffeebaum trägt nämlich gleichzeitig reife und unreife Früchte. Beim maschinellen „Stripping“ werden deshalb alle Früchte gleichzeitig abgeerntet.  Reife, unreife, überreife und bereits faule Bohnen können durcheinandergeraten und weiterverarbeitet werden. Mit entsprechenden Auswirkungen auf Qualität und Geschmack.

Für das individuelle Aroma spielt aber der abschliessende Röstprozess die entscheidende Rolle. Industriell hergestellter Kaffee wird bei 800° einer schnellen Schockröstung unterzogen. Das zerstört nicht nur das Aroma, sondern ist auch nicht gesund. Aufgrund der kurzen Röstzeit werden Säuren und Bitterstoffe nicht abgebaut, was bei vielen Menschen Bauchweh verursacht.
Unser Bio-Kaffe durchläuft hingegen eine traditionelle Röstung von Hand: ungefähr 20 Minuten bei Temperaturen von 180° bis 220°.

Anbau und Verarbeitung von Bio-Kaffee sind arbeitsintensiv und erfordern viel Zeit – das hat seinen Preis. Wir glauben aber: Gut Ding will Weile haben. Schliesslich dauerte die Zubereitung einer Tasse Kaffee vor Signore Moriondos bahnbrechender Erfindung geschlagene fünf Minuten. Und auch wenn heute alles ein bisschen schneller geht, kommt bei Onesto weiterhin nichts anders in den Sack, als reine Natur und viel Liebe zur Tradition. Ehrlich… oder einfach Onesto.